ifw mould tec definiert Zukunft neu

Der Spezialist für Spritzgusswerkzeuge baute kürzlich das bisher größte Werkzeug und rüstet sich für die automatisierte Fertigung.

Auch im Bereich After Sales & Service erweiterte man das Angebot. Kunden wird damit weiterhin höchste Qualität und Kompetenz garantiert.

90 Tonnen Stahl: So viel Rohmaterial wurde kürzlich zur Herstellung eines 60 Tonnen schweren Werkzeugs verwendet, dem bisher größten aus dem Hause ifw mould tec. Das Unternehmen mit Sitz im österreichischen Micheldorf, das für die Fitting-, Automobil-, Möbel- und Verpackungsindustrie produziert, konnte in den letzten Jahren sein Know-how im Großwerkzeugbau weiter ausbauen. Auf die umfassende Kompetenz vertrauen längst alle namhaften internationalen Hersteller.

Parallel dazu konnte man zuletzt auch in der Verarbeitung von Polyethylen (PE) große Fortschritte verzeichnen. „Das Material ist eigentlich für die Extrusion optimiert“, erklärt Geschäftsführer Josef Nahringbauer. „Wir haben jedoch eine eigene Auslegungsmethode entwickelt, um PE auch im Spritzguss optimal verarbeiten zu können.“ Neben dem Fingerspitzengefühl für die Auslegung solcher Werkzeuge bringt die ifw mould tec zudem langjährige Erfahrung bei Stammformkonzepten mit – auch für Großwerkzeuge. So handelt es sich bei dem 60-Tonnen-Stück ebenfalls um ein Werkzeug mit Wechselteilen. „Der modulare Aufbau dieses Werkzeugsystems ermöglicht eine beträchtliche Reduktion der Investitionskosten in der Produktion“, zeigt sich Sales Director Harald Schicklgruber begeistert.

Für die Zukunft gerüstet

Um nicht nur im Großwerkzeugbau sondern ganzheitlich für die Zukunft gerüstet zu sein, investiert die ifw mould tec bereits seit zwei Jahren verstärkt in ein umfassendes Paket an Optimierungsmaßnahmen. „Automatisierung ist seit Jahren Thema Nummer eins und wird dies auch noch lange bleiben“, erklärt Josef Nahringbauer die Motivation dahinter. „So haben wir mit der Firma Hummingbird unsere Planung von Excel auf ein Manufacturing Executive System (MES) umgestellt. Durch die Installation weiterer Softwarepakete können wir die Fehlerquote drastisch reduzieren und automatisierte Abläufe mit höchster Fertigungsqualität garantieren.“ So wurde die erste Automatisierungszelle mit Unterstützung der Firma Promot bereits erfolgreich abgenommen. Dabei handelt es sich um zwei Maschinen, die mit einer Automatisierungszelle verbunden sind. Diese Zelle erlaubt es, verschiedene Teile in Einzelfertigung vollautomatisiert zu produzieren. Die Vorteile sind laut Nahringbauer klar: „Maschinen können künftig über längere Zeit ohne Personal fertigen. Durch diese Kapazitätssteigerung bauen wir auf weiten Strecken unsere Konkurrenzfähigkeit aus.“

Das Maßnahmenpaket umfasst neben der Anschaffung neuer Maschinen und der Optimierung der Produktion noch zahlreiche weitere Schritte. „Dazu haben wir uns neben Hummingbird auch noch weitere renommierte Partner mit umfassender Branchenerfahrung ins Boot geholt, wie Alzmetall, Parotec und NC Simul“, so Nahringbauer.

Erweitertes Angebot für After Sales & Service

Und noch eine weitere Neuigkeit vermeldet das Unternehmen: „Mit After Sales & Service haben wir eine neue Abteilung eingeführt, mit der wir nun auch Spritzgusswerkzeuge von Fremdherstellern servicieren können“, erzählt Nahringbauer. „Damit haben wir auf die große Nachfrage unserer Kunden reagiert und können nun mithilfe unserer neuen Abteilung Servicearbeiten aller Art effizienter und zur vollsten Kundenzufriedenheit abwickeln.“ Warum so viele Kunden ihre Spritzgusswerkzeuge in die Hände von ifw legen, ist für Nahringbauer klar: Man verfüge über alle notwendigen Maschinen und könne auch die anschließende Überprüfung der Funktionstüchtigkeit direkt im Haus vornehmen. Die enge Verschränkung mit dem Schwesterunternehmen ifw kunststofftechnik leiste ebenfalls wertvolle Dienste. Durch diese Synergie von mould tec und kunststofftechnik entstehen zusätzliche Vorteile für den Kunden. Das macht ifw zu einem ebenso zuverlässigen wie kompetenten Partner für viele Jahre.

Bild: Automatisierungszelle © ifw/promot/Alzmetall